19.12.2025

Die neuen Vorstandsmitglieder der Universitäts-Gesellschaft im Interview

Mit dem Historiker Prof. Dr. Thorsten Logge und der Ärztin Prof. Dr. Parisa Moll-Khosrawi engagieren sich zwei neue Mitglieder aus der Wissenschaft, die Personalerin Susanne Wischnewski und Annette Schaefer von Beiersdorf bringen die Perspektiven der Wirtschaft ein. Über die Motivation und Schwerpunkte ihrer Arbeit erfahren Sie mehr in unseren Kurzinterviews.

Prof. Dr. Thorsten Logge

Prof. Dr. Thorsten Logge ist Historiker und Professor für Public History an der Universität Hamburg, wo er seit 2017 im Arbeitsbereich Public History des Historischen Seminars tätig ist. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in Performativität und Medialität von Geschichte im öffentlichen Raum.

UGH: Was hat Sie motiviert, sich im Vorstand der Universitäts-Gesellschaft Hamburg zu engagieren?

„Frau Beisiegel hat mich angesprochen und davon überzeugt, dass mein Engagement die Stimme der Geisteswissenschaften in der UGH stärken kann. Als Professor für Public History gehört Geschichte in der Öffentlichkeit zu meinen Schwerpunkten in Forschung und Lehre. Als Transferbeauftragter der Fakultät für Geisteswissenschaften engagiere ich mich auch innerhalb der Fakultät für gute Bedingungen und Strukturen, um Wissenschafts- und Wissenstransfer in die Gesellschaft zu ermöglichen. Da liegt es nahe, sich auch in der Universitäts-Gesellschaft zu aktivieren.“

UGH: Welche Themen liegen Ihnen im Rahmen Ihrer Arbeit im Vorstand besonders am Herzen?

„Mir geht es besonders um Themen, bei denen die Geisteswissenschaften an der Schnittstelle von Universität und Gesellschaft sichtbar werden. Dabei sollen Räume entstehen, in denen geisteswissenschaftliche Forschung und die Perspektiven unserer Forschenden ihren Platz finden. Wir haben hier sehr viel zu bieten und bereits viele tolle Ideen für kreative und begeisternde Formate und Veranstaltungen. Besonders interessieren mich Themen, die sich mit Musik, Theater, Erinnerungs- und Geschichtskultur verbinden lassen.“

UGH: Wo sehen Sie die größten Chancen, wenn Wissenschaft und Wirtschaft durch die UGH stärker zusammenwirken?

„Die Universität generiert in vielerlei Hinsicht Wissen, das für gesellschaftliche und damit auch wirtschaftliche Unternehmungen relevant ist.“

UGH: Womit verbinden Sie die UGH ganz persönlich?

 „Die Universitäts-Gesellschaft ist ein Raum des Austauschs an der Schnittstelle von Universität und Gesellschaft.“

Prof. Dr. Parisa Moll-Khosrawi

Prof. Dr. Parisa Moll-Khosrawi ist Oberärztin und Lehrbeauftragte am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Sie hat eine Professur für Anästhesie mit dem Schwerpunkt Medizindidaktik und innovative Ausbildungsstrategien inne und engagiert sich besonders für die Weiterentwicklung der medizinischen Lehre.

UGH: Was hat Sie motiviert, sich im Vorstand der Universitäts-Gesellschaft Hamburg zu engagieren?
„Mich motiviert die Möglichkeit, Wissenschaft, universitäre Lehre und Gesellschaft enger miteinander zu verbinden und den Transfer universitärer Innovationen in die Stadt und ihre Institutionen aktiv mitzugestalten.“

UGH: Welche Themen liegen Ihnen im Rahmen Ihrer Arbeit im Vorstand besonders am Herzen?
„Besonders wichtig sind mir exzellente Lehre, Nachwuchsförderung sowie die gezielte Unterstützung interdisziplinärer und gesellschaftlich relevanter Projekte an der Universität Hamburg.“

UGH: Wo sehen Sie die größten Chancen, wenn Wissenschaft und Wirtschaft durch die UGH stärker zusammenwirken?
„Die größten Chancen liegen im nachhaltigen Wissenstransfer, in gemeinsamen Innovationsprojekten und darin, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in konkrete gesellschaftliche und wirtschaftliche Wirkung zu überführen.“

UGH: Womit verbinden Sie die UGH ganz persönlich?
„Die UGH steht für mich für Verantwortung, Dialog und die gemeinsame Gestaltung einer zukunftsfähigen Universität in Hamburg.“

Annette Schäfer

Annette Schaefer ist seit über 25 Jahren im Controlling der Konsumgüterindustrie tätig und arbeitet im Global Sales Controlling bei Beiersdorf. Sie leitet Projekte zur Verbesserung von Sales-Controlling-Prozessen sowie der zugehörigen IT-Tools, um mehr Transparenz und Effizienz zu schaffen. Die Projekte werden mit den Board-Regionen und den lokalen Ländern umgesetzt. Ihr Schwerpunkt liegt auf SAP-Kundenkonditionen, Profitabilitätsanalysen, Stammdaten sowie Days-Sales-Outstanding-(DSO)-Analysen. Zudem entwickelt sie Trainingskonzepte und schult Sales Controller in allen Board-Regionen.

UGH: Was hat Sie motiviert, sich im Vorstand der Universitäts-Gesellschaft Hamburg zu engagieren?
„Ausschlaggebend für mein Engagement ist der Wunsch, den Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft in Hamburg aktiv mitzugestalten. Es ist mir wichtig, die Universität zu unterstützen, junge Talente zu fördern und wissenschaftliche Themen für eine breite Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar zu machen.“

UGH: Wo sehen Sie die größten Chancen, wenn Wissenschaft und Wirtschaft durch die UGH stärker zusammenwirken?

„Besonderes Potenzial entsteht dort, wo Wissen in Bewegung kommt: Wenn wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in Innovationen, unternehmerische Praxis und gesellschaftliche Lösungen einfließen. Durch eine stärkere Vernetzung entstehen neue Impulse für Forschung, Unternehmertum und Nachwuchsförderung – und damit ein nachhaltiger Mehrwert für Hamburg als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort.“

UGH: Womit verbinden Sie die UGH ganz persönlich?

„Ich lebe seit 14 Jahren in Hamburg und habe in Regensburg und Dublin studiert – aus dieser Erfahrung weiß ich, wie sehr eine Universität eine Stadt prägt und zugleich von ihr geprägt wird.“

 

Susanne Wischnewski

Susanne Wischnewski ist Geschäftsführerin der Kardeel Consulting und als Personalberaterin auf Fachkräftesicherung für den Mittelstand der Metropolregion Hamburg spezialisiert. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Rekrutierung von Fach- und Führungskräften.

UGH: Was hat Sie motiviert, sich im Vorstand der Universitäts-Gesellschaft Hamburg zu engagieren?

„Als Personalberaterin bin ich seit vielen Jahren Partnerin des erfolgreichen inhabergeführten Mittelstands in Hamburg. Es freut mich außerordentlich, im Vorstand an einer stärkeren Kooperation zwischen Universität und Hamburgs KMU mitwirken zu dürfen.“

UGH: Welche Themen liegen Ihnen im Rahmen Ihrer Arbeit im Vorstand besonders am Herzen?

„Hamburg ist ein Sehnsuchtsort für Menschen aus aller Welt. Mit unseren Universitäten und Fachhochschulen sowie der diversen erfolgreichen Unternehmensstruktur haben wir eine enorme Strahlkraft. Ich möchte daran mitwirken, dass nicht nur die Leuchttürme der Hamburger Großkonzerne bei den Studierenden für ihre Karriereplanung im Fokus stehen, sondern dass auch unser innovativer Mittelstand als Arbeitgeber prominenter wird. Gleichzeitig wünsche ich mir als Personalberaterin für KMU oft, dass mehr Akademikerinnen und Akademiker eingestellt werden und nicht die Sorge dominiert, man habe dem akademischen Nachwuchs nichts anzubieten. Eigenständigkeit, familiäre Kollegien und vielfältiger Gestaltungsspielraum statt vieler Hierarchiestufen sind Menschen außerordentlich wichtig. Wenn Wertschätzung und Purpose gefragt sind, ist der Mittelstand die Lösung.“

UGH: Wo sehen Sie die größten Chancen, wenn Wissenschaft und Wirtschaft durch die UGH stärker zusammenwirken?

„Hamburg ist wissenschaftlich und wirtschaftlich ein Innovationsstandort. Diese Kraft gemeinsam noch viel stärker publik zu machen, ist eine großartige und wichtige Aufgabe der UGH. Bildung und Wirtschaft müssen gemeinsam gedacht werden, um im globalen Wettbewerb um die klügsten Köpfe und innovativsten Unternehmen vorne mitzuspielen.“

UGH: Womit verbinden Sie die UGH ganz persönlich?
„Der hanseatische, engagierte Bürgersinn, den alle Veranstaltungen ausstrahlen, hat mich sehr eingenommen. Es geht immer um konstruktive, kluge und zukunftsgewandte Lösungen für unsere Stadt.“

Die Interviews führte Katrin Meyer.