Wissen kommunizieren und erlebbar machen
Seit September ist Claudia Keil-Werner neue Geschäftsstellenleiterin der Universitäts-Gesellschaft Hamburg. Die 55-Jährige kommt aus der Kommunikations- und Designwelt und bringt Erfahrungen aus ganz unterschiedlichen Projekten und Branchen mit. Im Gespräch erzählt sie, was sie an ihrer neuen Aufgabe reizt, welche Ideen sie mitbringt und warum für sie gute Kommunikation immer auch bedeutet, Verbindungen zu schaffen.
Claudia, Sie kommen aus der Kommunikations- und Designwelt und sind nun in eine Organisation mit einem starken Wissenschaftsbezug gewechselt. Was hat Sie an dieser neuen Aufgabe gereizt?
Mich hat vor allem die Verbindung von Wissenschaft, Kommunikation und Gesellschaft gereizt – hier kommt vieles zusammen, was mich beruflich schon lange begleitet. Seit über 20 Jahren gestalte ich Kommunikation, konzipiere Veranstaltungsformate und arbeite dabei mit Unternehmen und Menschen aus ganz verschiedenen Branchen zusammen.
Wissenschaft hat mich schon immer fasziniert. Ich finde es spannend, komplexe Themen so zu vermitteln, dass auch Menschen außerhalb der Wissenschaft sie verstehen und ihre Relevanz für die Gesellschaft sichtbar und erlebbar wird.
Gleichzeitig macht es mir Freude, in ein ganz neues Umfeld einzutauchen. Meine langjährige Erfahrung in Kommunikation, Konzeption, Projektorganisation und Design möchte ich dabei gezielt in die Arbeit der UGH einbringen.
Die UGH bringt Menschen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Was ist Ihnen dabei besonders wichtig – und was möchten Sie dazu beitragen?
Mein beruflicher Weg hat mich immer wieder an Schnittstellen geführt. Ich habe in Agenturen gearbeitet, bin seit vielen Jahren für Kunden aus Wirtschaft, Kultur und Lifestyle selbstständig tätig und habe damit Projekte für ganz unterschiedliche Branchen umgesetzt. Im Kern geht es immer darum, komplexe Inhalte zu verstehen, verschiedene Perspektiven zusammenzubringen und zu fragen: Was ist die zentrale Botschaft? Und wie lässt sie sich inhaltlich wie visuell sichtbar und verständlich machen?
Die UGH bietet dafür eine wunderbare Plattform. Ich möchte dazu beitragen, Wissen zu kommunizieren und erlebbar zu machen.
Was möchten Sie als neue Geschäftsstellenleiterin anstoßen oder weiterentwickeln?
Zum einen möchte ich die UGH noch attraktiver machen und einen größeren Mehrwert für unsere Mitglieder und potenzielle neue Mitglieder schaffen. Es wird beispielsweise exklusive Veranstaltungen nur für Mitglieder geben – erste Ideen und Planungen dafür laufen bereits.
Ich möchte gerne Formate schaffen, die Menschen neugierig machen, Wissen erlebbar machen und anschließend Raum für Austausch bieten. Gerade im persönlichen Gespräch entstehen oft die spannendsten Ideen und Verbindungen.
Ich kann mir deshalb gut vorstellen, die UGH noch stärker als Ort für Begegnung und Networking zu etablieren. Menschen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenzubringen.
Gleichzeitig möchte ich die UGH stärker als Netzwerk für Mitglieder, Unternehmen, potenzielle Mitglieder sowie ehemalige Studierende und Alumni etablieren. Auch das Profil der UGH möchte ich schärfen und zeitgemäß nach außen tragen – in der Kommunikation, im Erscheinungsbild und durch Kooperationen mit spannenden Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft.
Sie leben mitten in Eimsbüttel und mögen das urbane Leben wie auch die Natur. Wo finden Sie Inspiration – und was nehmen Sie davon mit in Ihre Arbeit?
Inspiration finde ich an ganz unterschiedlichen Orten: in der Stadt, in der Natur, in Kunst und Kultur und vor allem im Austausch mit anderen Menschen. Ich bin ein neugieriger und offener Mensch und glaube daran, dass Inspiration immer in der Begegnung und im Miteinander entstehen kann. Kreativität hat mich außerdem mein Leben lang begleitet und ist für mich Impulsgeber und Antrieb zugleich – sie gehört einfach zu meiner Persönlichkeit.
Auch die Natur ist für mich eine große Inspiration. Sie zeigt uns, wie ein optimales Netzwerk funktioniert – alles steht im Austausch miteinander und stärkt sich gegenseitig. Faszinierend!
Außerdem mache ich viel Sport, bin gerne draußen unterwegs und tanke dabei Energie.
All das nehme ich mit in meine Arbeit: neugierig bleiben, zuhören, neue Perspektiven entdecken und daraus Ideen entwickeln, die Wissen sichtbar, verständlich und erlebbar machen.
Das Interview führte Katrin Meyer.