30.6.2026, 18:30 Uhr
Hauptgebäude der Universität Hamburg, ESA West, Raum 221

Friedensforschung 2026

Vortrag von Frau Prof. Dr. Schröder, Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik Hamburg (IFSH) 

Der Vortrag von Frau Prof. Dr. Schröder, Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik Hamburg (IFSH), zum Friedensgutachten 2026 hat einen eindrucksvollen aktuellen Einblick in die gemeinsamen Analysen und Empfehlungen der vier deutschen Friedensforschungsinstitute gegeben.

Das Friedensgutachten wählt in diesem Jahr den durchaus provokanten Titel ‚Die neuen Warlords‘, um aufzuzeigen, das Krieg zunehmend als normales Mittel von Politik eingesetzt wird. Autoritäre Machthaber agieren zunehmend durch den Staat hindurch im eigenen Interesse. Das Friedensgutachten argumentiert, dass die heutigen Gewaltdynamiken durch kluge Instrumente einzuhegen sind. Wichtig dabei ist, das Frieden mehr als ein ‚deal‘ ist. Friedensübergänge benötigen viele Instrumente: glaubwürdige Sicherheitsgarantien und eine internationale Überwachung; eine Sanktionspolitik die Anreize setzt und nicht als Strafe gedacht wird; die Entwaffnung von Kriegsparteien als längerfristiger Prozess, der mit einer Reintegration von Kämpfenden einhergeht. Daneben braucht es längerfristig den materiellen und ideellen Wiederaufbau betroffener Staaten und Gesellschaften. Deutschland sollte dabei in und mit den Vereinten Nationen glaubwürdig handeln, das Völkerrecht nicht nur selektiv verteidigen und neue Friedensinstrumente entwickeln.

Das vollständige Friedensgutachten kann unter dem Link Friedensgutachten 2026 als PDF heruntergeladen werden.